sprachdidaktik-sobel 

Ideen und Impulse zur Unterrichtsgestaltung

Alternative Prüfungsformate

Im Zuge der Etablierung einer Neuen Lernkultur rücken als logische Konsequenz auch alternative Prüfungsformate in den Fokus des Interesses. Damit stellt sich auch die Frage, wie diese “gestrickt” sein müssen, damit sie den Ansprüchen der veränderten Lernsettings nach partizipativer, eigenständiger und individueller Lernpfadgestaltung und einer entsprechenden Fehler- und Feedbackkultur gerecht werden können.
In Zeiten der Digitalität muss bei neuen Prüfungsformaten erarbeitetes Wissen nicht abgefragt, sondern (vernetzt) angewendet werden. Die Aufgabenformate müssen offen und relevant für die Schüler:innen sein (im Sinne einer Zukunftsorientierung) und allgemein anwendbare (und nicht notwendigerweise fachspezifische) Kompetenzen, abgestimmt auf die Bedürfnisse unserer Zeit, abverlangen. Zudem sollten sie mit Blick auf die 4K kollaborativ (unter Bezugnahme auf vielfältige Personen, Materialien und Quellen) und kommunikativ (d.h. im Dialog mit anderen statt alleine im Klassenzimmer) gelöst werden. Kreativität und kritisches Denken erlauben wahrliche Erkenntnisse (und nicht rezipierte und wieder ausgespuckte Wissensfragmente), die sich im Lernprodukt widerspiegeln sollten.


Wussten Sie schon…
… wie genau alternative Prüfungsformate gestrickt sein sollten, damit sie Eingang in die Praxis finden können?
Der Pädagoge Jöran Muuß-Merholz stellt auf seiner Homepage acht Stellschrauben zur Veränderung von Prüfungsformaten vor und liefert eine anschauliche didaktische Begründung für veränderte Prüfungen.


… was ein snapbook ist?
Diese Form der alternativen Lernleistung dokumentiert in vorwiegend visueller Form Eindrücke zu einer Lektüre, wobei die Ergebnisse debattiert und verteidigt werden müssen. Lesen Sie hier einen Artikel mit eine Praxisbeispiel für die Sek II Englisch.


… dass Kompetenzraster helfen können, den Weg zum finalen Lernprodukt zu skizzieren und ebenso ein Teil der Bewertung sein können?
Das Studienseminar Neuwied gibt in seiner Handreichung zum Thema Kompetenzraster ausführliche didaktische Begründungen und zeigt praxisnah deren Verwendung auf.

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